Die Kirchliche Geschichte Aschbachs

 

Die erste Urkundliche Erwähnung Aschbachs fand am 1. Mai 1136 statt. Mit dieser Urkunde wurde Aschbach aus der Mutterpfarrei Burghaslach ausgegliedert. Der Bau der Kirche wurde also schon vor 1136 fertiggestellt. Die Freifrau Gundrun hatte sie auf Ihrem Grund erbauen lassen, und setzte sich in der Würzburger Kirchenversammlung stark für die Loslösung Aschbachs von Burghaslach ein. Sie war auch bereit einen Teil Ihrer Besitztümer an die Pfarrei Haslach abzugeben. Deshalb kann die Urkunde auch als eine Art Tauschvertrag bezeichnet werden.

kirche3

 

Im Jahre 1493 wurde die Kirche erneuert und vergrößert. Teilweise besteht sie heute noch so.

Zur Zeit der Reformation (ab 1517) besaß die adelige Familie Fuchs – Bimbach das Gut Aschbach. Unter dieser Herrschaft wurde sicherlich die Ortschaft nach dem Grundsatz „Cuis regio – eius religio“ (= „wessen das Land – dessen der Glaube“) protestantisch. Die Dorfbevölkerung musste den Glauben der Herrschaft annehmen und wurde evangelisch. Wer an seinem alten Glauben festhielt musste auswandern.

 

 

In den wirren des 30 jährigen Krieges wurde das Schloss Aschbach niedergebrannt und der einzige Erbe des Freiherrn von Pölnitz verscholl. Daher sollen um 1650 drei Brüder von Pölnitz aus der schlesischen Linie das Erbe angetreten haben. Der eine war Lutheraner, der zweite Reformierter und der dritte Katholik. An den letzteren verkauften die beiden anderen Ihr Erbe, jedoch unter der Bedingung nicht vom „jus reformandi“ (= das Recht des Reformierens) gebrauch zu machen. Der protestantischen Bevölkerung durfte somit nicht der katholische Glaube aufgezwungen werden. Der neue Herr über Aschbach verhinderte jedoch den Zuzug von Protestanten und förderte den von Katholiken. So sollen auch die ausgewanderten Familien wieder nach Aschbach zurückgeholt worden sein. In den Unterlagen der evangelischen Gemeinde finden sich Aufzeichnungen, dass das jetzige evangelische Gotteshaus als Simultankirche genutzt wurde. Das bedeutet, sowohl evangelische als auch katholische Christen nutzten die Kirche für Ihre Gottesdienste.

1736 wurde das barocke Langhaus der Kirche geschaffen, ebenso wie das Orgelgehäuse. Zu dieser Zeit wurde auch von katholischer Seite ein Altar aufgestellt.

Im Jahre 1834 wurde die Kirche erstmals von beiden Konfessionen gemeinsam erneuert und renoviert. Das Verhältnis besserte sich allmählich.

Bei einer Volkszählung im Jahre 1890 wurde festgestellt dass die Zahl der Protestanten und Katholiken in Aschbach mittlerweile fast ausgeglichen war. (292 evangelische und 279 katholische Gläubige.)

 

 

Die katholische Gemeinde erhält eine eigene Kirche.

 

Bereits in den 70 er Jahren des 19 Jahrhunderts kristallisierte sich heraus dass die Simultankirche für beide Konfessionen zu klein war. Da das Simultaneum auf Dauer keine Lösung bleiben konnte, wurde von katholischer Seite der Wunsch nach einer eigenen Kirche ausgedrückt.

1921 Begann der Bau der katholischen Kirche St. Marien. Mit den vor der Inflation „geretteten“ Spargeldern und beträchtlichen Opfern der Gemeindeangehörigen kann der Rohbau erstellt werden. Am 10. September 1922 wurde die Kirche eingeweihta dorbert1.

Im Jahre 1923 kann man den Barocken Hochaltar aufstellen. (Er wurde um 1700 von G. B. Brenno geschaffen.) 1924 erwirbt man von  der Regierung Oberfranken eine Übungsorgel für 400 Goldmark.

 

Am 6. Mai 1926 erfolgte die endgültige Auflösung des Simultaneums.

 kirche2

Im Jahr 1928 wurde der Kuratus Brehm zum 1. katholischen Pfarrer in Aschbach. Die Pfarrkuratie wird in eine Pfarrei umgewandelt. Eine Voraussetzung hierfür schufen die Freiherren von Pölnitz, die der Gemeinde das katholische Pfarrhaus schenkten.

 

Im Jahr 1936 trat Pfarrer Johann Will sein Amt in der Aschbacher Pfarrei an. Dieser bemühte sich um einen neuen Kirchturm, da der alte Dachreiter der Kirch hin – und herschwankte.

 

Ende August im Jahre 1948 wurde der Turmbau fertiggestellt. Und die Katholische Kirche bekam Ihr jetziges Gesicht. (siehe rechtes Bild.)                                                      


 

Die heutige Aschbacher Kirchweih wird nach der evangelischen St. Laurentiuskirche gefeiert. Sie richtet sich nach dem Laurentii Tag (10. August), und findet meist am zweiten Augustwochenende statt.

 

 

 

 

Kirche1

Blick über Aschbach mit den zwei Kirchen (links die evangelische St. Laurentius Kirche; rechts die katholische St. Marien Kirche.)

 

Diese Homepage verwendet Cookies, weitere Informationen siehe unsere Datenschutzerklärung
Datenschutzerklärung Ok Ablehnen